Val Frisal mit Aaron

Ich bin immer sehr dankbar, wenn sich Aaron um die Location kümmert. Ich tue mich unnötig schwer damit, an selbst ausgesuchten Locations zufriedenstellende Aufnahmen nach Hause zu bringen. Dieses Mal hat sich Aaron das Val Frisal im westlichen Teil von Graubünden ausgesucht.

Die hierbei entstandenen Fotos sind einer der Gründe, wieso ich mit dem Blog angefangen habe. Es sind Fotos, die ich nie veröffentlicht habe. Dies kommt daher, weil ich sie nicht als gut genug befunden habe, gut genug, um sie anderen zu präsentieren. Für mich sind sie gut, denn an ihnen hängt das Erlebte dieses Fotoausflugs: Die Vorfreude auf Aarons Locationwahl, der rauschende Wildbach und das glucksende Moor, die Angst davor, nichts Gescheites zurückzubringen, das verzweifelte Suchen nach Motiven, einen Steinmann bauen während das Licht schlecht ist, das Zusammensitzen mit dem schwerhörigen Jäger auf seinem Bänklein, das abendliche Spaghettikochen unter freiem Himmel im Nieselregen, die paar Stunden schlechter Schlaf im Auto, am nächsten Morgen im strömenden Regen einen See fotografieren und auf die Sonne warten, die nie kommt.

All das kommt mir binnen Sekundenbruchteilen beim Betrachten der Bilder in den Sinn. Möglicherweise sind sie nicht gut genug zum Präsentieren, aber auf jeden Fall sind sie gut genug, um in Erinnerung verbleiben zu müssen.